Heimat: Sags mit Metallica, Elvis, Lynyrd Skynyrd, John Denver

Durch Zufall bin ich auf die Blogparade von Katja aufmerksam geworden. Erstmal wollte ich abwarten und sehen, was das überhaupt ist und wie es sich entwickelt… und wie es immer so ist mit solchen Sachen, ging mir das Thema nicht mehr aus dem Kopf.
Was wohl daran liegt, dass mir ziemlich schnell ein paar Songs dazu eingefallen sind, die mich seitdem nicht mehr losgelassen haben.

Um wieder auf das Thema zurück zu kommen: die erste Wahrheit kommt sicher vom „King“ Elvis. „Home is where the heart is“ heißt es bei ihm. Das Dilemma: es gibt mehrere Orte, an denen meine Pumpe verweilt, oder es zumindest gern tun würde. Leipzig, weil dort Familie und Freunde sind und ich dort die letzten 17 Jahre meines Lebens mit einigen entscheidenden Erinnerungen und Entwicklungen verbracht habe. Meiner Meinung nach haben die entscheidenden Anteil an der Definition von Heimat. Abi, Studium, erste Jobs und viele alte, neue, verflossene und aktuelle Bekanntschaften. Dazu kommt, dass ich die Stadt mit allem drum und dran einfach mag. Richtige Größe – zu groß, um alles zu Fuß zu erledigen, aber genau richtig, um das mit dem Rad zu tun. Dennoch eine Innenstadt, die „fußperfekt“ ist. Jene zehn Minuten, in denen man von Nord nach Süd und Ost nach West durch das Zentrum kommt. Über die Kneipenszene muss ich wohl nicht viele Worte verlieren.
Kurzum, ich betrachte Leipzig als (eine) meine(r) aktuelle(n) Heimat(en).
Mein Herz ist aber auch in Weimar, meiner Geburtsstadt, obwohl ich dort viel zu lange nicht mehr war. Es sind viele, oft ein wenig schmerzhafte Erinnerungen, die ich mit dieser Stadt verbinde und als einen entscheidenden Teil meiner Persönlichkeit und Geschichte betrachte.
Dann wäre da noch Detroit – die Stadt, in der meine Schwester seit einigen Jahren erfolgreich lebt. Jeden Besuch dort setze ich mit einem Heimaturlaub gleich, weil ich mich irre wohl fühle und dort eine wahnsinnig nette Aufnahme fand und finde.
Mein zweiter Besuch dort war bezeichnend, als wir zur Gastfamilie meiner Schwester fuhren und ich beim Öffnen der Haustür dieses typische Gefühl hatte, „nach Hause“ zu kommen. Alles vertraut, als wäre man nicht lange weg gewesen und doch lagen ein oder zwei Jahre dazwischen. So ist es immer noch, auch wenn die Schwester inzwischen eine eigene Bleibe hat in der ich mich sehr wohl fühle. Liegt wohl daran, dass sie es einfach versteht, sich „heimisch“ einzurichten“…
Seattle ist ebenfalls so eine „Herzensstadt“. Obwohl ich bisher nur einmal dort zu Besuch war, geht mir dieser Ort einfach nicht aus dem Kopf!

„Where I lay my head is home“ heißt es im Song „Wherever I may roam“ von Metallica. Auch hier kann ich nur zustimmen. Derzeit liegt mein Kopf arbeitsbedingt ziemlich oft in Görlitz. Ich würde den Begriff Heimat als auch so weit ausdehnen, dass es den Arbeitsort betrifft. Hier vor allem mein WG-Zimmer, in dem ich mich eingerichtet habe.
Und wenn „my head“ am Wochenende in Muttis Wohnung liegt, ist da sowieso Heimat.

„Sweet home Alabama“ von Lynyrd Skynyrd würde ich wohl eher in „Sweet home Michigan“ unbenennen. Es ist der Bundesstaat der USA in dem ich bisher die meiste Zeit verbracht habe. Woran das liegt, habt ihr ja schon weiter oben gelesen. Ich kann einen Besuch dort aber jedem wirklich ans Herz legen. Es gibt unglaublich viel zu sehen und erleben dort und für jeden Geschmack ist was dabei. Wasser, Strand, Großsstadt, Land (flach und ügelig), unglaublich beeindruckende Landschaft(en), vor allem in Richtung der U(pper) P(eninsula). So schön, dass ich den nächsten ausgedehnten Besuch beinahe nicht erwarten kann.

John Denver singt „Country Roads, take me home“. Auch das gehört zu meinen Definitionen von Heimat. Es sind die Landstraßen, die mich auf Motorradausflügen aus der Heimat entführen und doch jedes Mal wieder dorthin zurück bringen. Ich halte sie für einen wichtigen Teil meiner Identität, weil ich dieses unbeschreibliche Freiheitsgefühl beim Motorradfahren empfinde. Schließlich ist Heimat auch einfach nur ein Gefühl. Die „Country Roads“ sind Bestandteil meiner größeren Heimat Deutschland, von der ich bisher leider nur einen Bruchteil er“fahren“ konnte. Es gibt noch so viel zu sehen und erleben, was sicher den Begriff Heimat erweitern und neu definieren würde…

Zuletzt ist da noch „Welcome Home (Sanitarium), ebenfalls Metallica. Aber das ist eine verwirrende Kopfsache, die nicht hierher gehört.

Eine Vielzahl von Heimat(lichen) Definitionen. Sie alle haben ihre Berechtigung für mich und machen es so spannend, über Heimat nachzudenken. Auf jeden Fall danke ich Katja, dass sie zu diesen Gedanken angeregt hat!

Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Heimat: Sags mit Metallica, Elvis, Lynyrd Skynyrd, John Denver

  1. Pingback: Ganz viel Heimat: Das Fazit zur Blogparade | Katja bloggt

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